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Samstag, 26. Oktober 2019

Daniel Böcking will neugierig auf Gott machen

„Kann man bei der BILD-Zeitung als stellvertretender Chefredakteur arbeiten und gleichzeitig behaupten, mit Leib und Seele Christ zu sein?“, begann Daniel Böcking selbstkritisch seine Festrede zum 10-jährigen Bestehen der gemeinnützigen „Internetmission Berlin e.V.“, die die ökumenische Seite GottinBerlin.de herausgibt, und outete sich in seinem humorvollen, kurzweiligen Vortrag als langjähriger Abonnent unserer Facebookseite. 
Bildredakteur Daniel Böcking
Er sei allerdings ein „Grünschnabelchrist“, der erst zwischen 2013 und 2015 zum Glauben gekommen sei, habe aber einige Überraschungen dabei erlebt: 
1. Die Schandtaten von ISIS hätten ihm klargemacht, dass es an der Zeit sei, über den christlichen Glauben zu sprechen. Das Evangelium sei die Botschaft der Liebe, die in einer finsteren Zeit erzählt und gehört werden müsse. So wagte er es, im April 2015 den Artikel „Warum ich mich heute als Christ outen will“ zu schreiben, der ihm eine Menge Häme und gehässiger Kommentare eingebracht hätte, doch auch immer mehr positive Reaktionen: insgesamt 18.000 Kommentare bis zum Abend. Er war überrascht, wie viele Christen es noch in unserem Lande gäbe, wo doch die Kirchen meistens leer stünden. Viele fühlten sich durch ihn in ihrem Glauben ermutigt. Und auch Kollegen der BILD-Zeitung freuten sich und luden ihn zu einem Gebetskreis ein. Wieder andere machten ihn auf ein journalistisches Gebetsfrühstück an jedem zweiten Mittwoch am Gendarmenmarkt aufmerksam, an dem auch Peter Hahne oft teilnehme.  Er hätte niemals gedacht, dass es so eine christliche Vielfalt sogar in Berlin gäbe. 
2. „Christen sind ganz vernünftig!“ Er hielt sie früher für ein sehr frommes exotisches Völkchen. Jetzt merkte er aber, dass selbst viele Nobel-Preisträger und Wissenschaftler Christen waren. Oder sogar Fußballtrainer wie Jürgen Klopp»Der Glaube führt mich durchs Leben und ist meine absolute Reißleine, meine Leitlinie, er ist für mich unendlich wichtig.» Er habe viele Menschen kennengelernt, die komplett im Leben stehen und leidenschaftliche Jesusnachfolger seien. 
3. „Als ich Gottvertrauen trainierte, fing der Spaß erst richtig an!“ Das heiße für ihn, dass er auch vertraue, wenn alles anders im Leben kommt, als er sich das gewünscht habe. Nach dem Artikel in der BILD sei ein Verlag auf ihn zugekommen, der fragte, ob er nicht ein Buch über seinen Glauben schreiben wolle. Er gab viele Gründe Nein zu sagen, weil er so vieles in der Bibel bis heute nicht verstehe und er nach wie vor einen Fehler nach dem nächsten mache. Er habe es dann aber doch gewagt, weil sich eine Chance bot, von der Schönheit des Glaubens zu sprechen und Leute neugierig auf Gott zu machen. 
4. „Die christliche Botschaft ist brandaktuell und wichtig!“ Ihm werde oft gesagt, der christliche Glaube interessiere niemanden mehr und fände kaum noch in den Medien statt. Das sähe er aber anders. Es würden aber nach wie vor viele Themen behandelt, die mit christlichen Werten zusammenhängen. Nicht nur zu den Feiertagen, wo er den Artikel geschrieben hatte „Wie Ostern mein Leben gerettet hatte“, sondern zum Beispiel auch hier: „Wie Gott mir die Angst vor dem Terror nimmt“
5. „Christen sind moderner und cooler als ich dachte!“ Bei einem Pfingstjugendtreffen mit 8.000 Jugendlichen unter 30 kam es ihm wie auf einem Rockfestival vor. Und die Hillsong-Gemeinde feiere dreimal am Sonntag Gottesdienst mit vielen Leuten. 
6. „Glaube wird respektiert!“ Er habe an seinem Arbeitsplatz die Erfahrung gemacht, dass Glaube respektiert werde. Sie hätten Atheisten, Juden, Christen und Moslems in der Redaktion, er sei aber nicht ein einziges Mal verspottet worden. Kritik an ihm und seinen Büchern fände er nicht schlimm, aber manche Christen würden anderen Christen schnell ihren Glauben absprechen, wenn sie eine andere Meinung hätten. Da würde es helfen, miteinander zu reden. 
Zum Schluss zitierte Daniel Böcking einen Bibelvers von unserer Facebookseite: 
»ICH HABE EUCH ERWÄHLT UND EINGESETZT,
DASS IHR HINGEHT UND FRUCHT BRINGT
UND EURE FRUCHT BLEIBT.«
> Johannes 15:16 <
Wo Gott uns hingesät habe, da sollten wir blühen, aber nicht grau und still wie Mauerblümchen, sondern bunt und sichtbar. Für die Zukunft wünsche er der „Internetmission Berlin“ alles Gute, Gottes Segen und sei überzeugt: »Das Beste kommt erst noch!«
Etwa 150 Gäste nahmen an der Feier der "Internetmission Berlin e.V." teil. 

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