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Dienstag, 13. November 2018

Warum wir die CDU verlassen haben

Im Februar 2018 entschieden sich meine Frau und ich, nach mehr als 40-jähriger Mitgliedschaft aus der CDU auszutreten. Hier der Brief an die Bundesgeschäftsstelle der CDU:
Der Hauptgrund dafür liegt in der Politik Angela Merkels. In ihrem Amtseid hatte sie versprochen: „Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.“
Unter ihrer Regie ist die CDU zu einer Partei mit rotgrünen Inhalten mutiert. Der Amtseid scheint für sie keinerlei Bedeutung mehr zu haben. Das zeigt sich in folgenden Punkten:
1.) Sie behauptet: „Das Volk ist jeder, der in diesem Lande lebt.“ Der Journalist Alexander Wendt schreibt dazu: “Mit diesem Satz hat Angela Merkel eine rote Linie überschritten. Sie ist eine offene Feindin des Grundgesetzes. Artikel 20 GG und 116 GG, sämtliche Grundgesetzkommentare und Urteile definieren das Staatsvolk als Gesamtheit der deutschen Staatsbürger. Artikel 20 GG – die Staatsfundamentalnorm – unterliegt dem Ewigkeitsprinzip; er lässt sich noch nicht einmal mit einer Zweidrittelmehrheit des Bundestages abschaffen oder substanziell ändern. Noch nie seit 1949 hat jemand an der Spitze der Bundesregierung gestanden, der eine zentrale Norm der Verfassung aushebeln will.“
2.) Sie vermehrt verfassungswidrig die Schulden. Der Journalist Jörg Gebauer stellt fest: „Seit 3 Jahren nun wachsen die „Target II – Salden“ zur sogenannten „Euro-Rettung“ unaufhörlich weiter. Im Schnitt pro Jahr um ca. 25%. Am 31.12.2017 standen für uns Deutsche 906.941.417.000 Euro auf der Uhr… Strenggenommen sind die 907 Milliarden der „Target II – Salden“ eine tatsächliche verbotene verfassungswidrige Neuverschuldung. Sie verstoßen gegen die Schuldenbremse des Grundgesetzes, sind somit verfassungswidrig und stellen weiterhin einen Verstoß gegen die EU-Verträge sowie gegen das Stabilitäts-Gesetz von 1967 dar.“
3.) Sie hat im Hauruck-Verfahren eine völlig undurchdachte Energiewende herbeigeführt, die uns bis zum Jahre 2025 rund 520 Milliarden Euro kosten wird (DIE WELT vom 10.10.2016), die Versorgungssicherheit in unserem Land gefährdet und nicht einmal CO2 einspart.
4.) Sie hat im September 2015 die Grenzen für illegale Einwanderer aus aller Welt geöffnet. Dieser Vorgang war und ist rechtswidrig - wie der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages in einem Gutachten festgestellt hat. Die Zürcher Zeitung bemerkte dazu: „Inzwischen behauptet kein Ökonom oder Manager mehr, dass die massenhafte Zuwanderung für den deutschen Staat ein Segen sei. Im Gegenteil: Wegen des geringen Bildungsniveaus kalkuliert der Finanzwissenschafter Bernd Raffelhüschen, «dass jeder Flüchtling in seiner Lebenszeit per saldo 450 000 Euro kostet». Bei zwei Millionen Zugewanderten bis 2018 summiere sich das auf Gesamtkosten von 900 Milliarden Euro.“ 
Die verheerenden Folgen dieser unkontrollierten Einwanderung für die innere Sicherheit hat Gunnar Schupelius (BZ vom 27.2.2018) wie folgt benannt: 
„Wer es geschafft hat, deutschen Boden zu betreten, was nicht besonders schwierig ist, wird auch ohne Pass untergebracht und versorgt, und kann hier jahrelang auf Asyl klagen. Die Sicherheitsbehörden wissen nicht genau, wen sie vor sich haben und ob der Asylbewerber im Falle einer Ablehnung das Land jemals wieder verlassen wird. In Brandenburg wurden im Februar 1000 Flüchtlinge zur Fahndung ausgeschrieben. Sie sind offenbar verschwunden. Das ist ein Kontrollverlust.
Außer Kontrolle geraten sind auch die Asylprozesse vor dem Berliner Verwaltungsgericht. 14.000 Verfahren stehen im Stau und blockieren die Rechtsprechung, weil andere Streitfälle zurückgestellt werden müssen.
Die Polizei ist mit der Überwachung der eingewanderten Islamisten überfordert. Zur Beobachtung eines sogenannten „Gefährders“ benötigt man 20 Beamte. Bei etwa 90 Gefährdern in Berlin ist die Überwachung nicht zu leisten. Die Ausgaben in Deutschland zur Bekämpfung des islamistischen Extremismus stiegen in den letzten acht Jahren um knapp 5000 (!) Prozent.
Auch in den Kommunen kommt es zum Kontrollverlust, zum Beispiel in Doberlug-Kirchhain. Dort begehen Ausländer inzwischen jede dritte Straftat. Der Innenminister kam zur Krisensitzung. Eine Gruppe Nordafrikaner belagert abends das Einkaufszentrum. Vize-Bürgermeister Fred Richter: „Sie stehlen, bedrohen Händler und Kunden.“
Mit der geplanten Großen Koalition soll diese unverantwortliche Politik die nächsten Jahre fortgesetzt werden. Das können und wollen wir nicht mehr mittragen.
Gerhard + Birgitta Lenz

Donnerstag, 4. Oktober 2018

Feindliche Übernahme durch den Islam?

Thilo Sarrazin (SPD) hat ein neues Buch geschrieben: „Feindliche Übernahme: Wie der Islam den Fortschritt behindert und die Gesellschaft bedroht“. Obwohl die Mainstream-Medien das Buch größtenteils verreißen (SZ: „Deutschland braucht dieses Werk so dringend wie einen Ebola-Ausbruch“), belegt es wieder Platz 1 in den Bestsellerlisten. 
Gipfeltreffen der freien Rede in Berlin
Roger Köppel, Herausgeber und Chefredakteur des Schweizer Traditionsblatts Weltwoche, lud deshalb am 3. Oktober zu einem „Gipfeltreffen der freien Rede“ mit Sarrazin nach Berlin ein. Meine Frau und ich waren dabei. 
Sarrazin stellte in seinem einleitenden Vortrag die fünf Kapitel seines Buches vor und kam zu dem Ergebnis: „Nimmt man den Koran auch nur einigermaßen beim Wort, so ist der Islam beim besten Willen keine Religion des Friedens und der Toleranz, sondern eher eine Gewaltideologie, die im Gewand einer Religion daherkommt. Liebe und Barmherzigkeit, die im Koran auch vorkommen, erstrecken sich nur auf die Gläubigen, nicht auf den Rest der Welt und schon gar nicht auf die Ungläubigen.“
Wer den Koran lese und auswendig lerne, so Sarrrazin, werde unweigerlich angesteckt vom Geist dieses Textes. So sei die islamische Welt von Nigeria bis nach Indonesien von diesem Geist beeinflusst, der Autoritätshörigheit und Gewaltbereitschaft begünstige, selbständiges Denken ablehne, eine Tendenz zum Beleidigt sein und zur Intoleranz gegenüber Andersdenkenden fördere. Er belaste auch das Verhältnis der Geschlechter und behindere die Emanzipation der Frau, indem er mangelnde Bildung, frühe Heirat und Kinderreichtum unterstütze. Das sei eine schwere Hypothek für die Zukunft der islamischen Welt und erkläre ihren zivilisatorisch-technischen Rückstand. 
Unterwerfung sei ein politisches Prinzip in allen muslimischen Ländern. In keinem Land, in dem Muslime in der Mehrheit sind, gelten Nichtmuslime als wirklich gleichberechtigt oder dürften Muslime frei über ihren Glauben entscheiden. Zwar gebe es Unterschiede zwischen moderatem und fundamentalistischem Islam, aber sie liefen in der Praxis der islamischen Welt weitgehend leer. Zumal seien überall die fundamentalistischen Strömungen auf dem Vormarsch. 
Europa hätte kein Problem mit Migranten – so Sarrazin -, sondern nur mit muslimischen Migranten, deren mangelnde Integration sich noch in der dritten oder vierten Generation weitervererbe oder sogar verstärke. Es sei nicht gut, wenn sich in der Gesellschaft Gruppen bildeten, die ethnisch oder religiös dauerhaft abgesondert seien und fast nur untereinander heiraten. Sarrazin warnte deshalb vor „schleichender Islamisierung“ in unserem Land durch „demografische Überwältigung“. Die kriminellen Araberclans hätten in Deutschland bereits 200.000 Mitglieder. Alle stammten sie von einigen 10.000 angeblichen Flüchtlingen aus dem Libanon ab, die größtenteils von Sozialhilfe lebten, während die Männer ihren kriminellen Aktivitäten nachgingen.
Die Zahl der Muslime verdoppele sich von Generation zu Generation. In Berlin-Neukölln würden zum Beispiel die Türken und Araber einen Bevölkerungsanteil von 20 % stellen, aber bereits 50 % der Schulkinder. Sarrazin leitet daraus die Prognose ab, dass wir in 40-60 Jahren überall in Europa muslimische Mehrheiten haben würden. Das Problem dabei sei, dass überall dort, wo Muslime die Mehrheit hatten, Demokratie und Religionsfreiheit abgeschafft worden seien. 
Was ist zu tun?
Sarrazin schlug deshalb vor, in ganz Deutschland und Europa die Einwanderung aus muslimischen Ländern weitestgehend zu stoppen. Außerdem müssten wir einen ganz anderen Anpassungsdruck  auf die bei uns lebenden Muslime ausüben. Wir dürften nicht ständig behaupten, der Islam sei demokratiekompatibel. Leider hätten die ihm bekannten Politiker in CDU und SPD nicht die geringste Ahnung, was der Islam eigentlich sei, und würden deshalb unser Menschenbild auf andere Kulturen unreflektiert projizieren. 
Ein Frager aus dem Publikum vermisste an diesem Abend, dass von Sarrazin überhaupt nicht über das Christentum geredet werde. Das persönliche Bekenntnis – so entgegnete Sarrazin – sei eine persönliche Angelegenheit. Außerdem würde das Christentum seit der Aufklärung seine Kraft verlieren, weil durch die moderne Wissenschaft der Kreis der Religion immer eingeschränkter werde. Dieser Prozess sei unumkehrbar. Es sei deshalb ein Irrtum, man könne den einen Aberglauben (Islam) durch einen anderen Aberglauben (Christentum) ersetzen. Wir müssten allen Religionen die ihnen innewohnende Übergriffigkeit austreiben. 
Und damit sind wir bei einem Schwachpunkt des Sarrazinbuches: Während er sich intensiv mit dem Islam beschäftigt hat und seine Thesen durch eine ungeheure Fülle von kaum widerlegbaren Fakten untermauert, hat er vom Christentum und den christlichen Wurzeln Europas kaum eine Ahnung. So schreibt er in seinem Buch: „Wissenschaftlich gesehen, ist jede Religion nichts als ein Aberglaube, der von vielen geteilt wird, und eine Weltreligion ist ein Aberglaube, der von besonders vielen Menschen über besonders lange Zeit geteilt wird“ (S. 370 f.). Die Frage nach dem Wahrheitsgehalt von Religionen stellt er nicht und gibt in der Einleitung seines Buches auch ehrlich zu: „Ich bin eher Agnostiker als religiös.“ 
Er behauptet, die allergrößten Grausamkeiten seien von Religionen begangen worden und blendet dabei die von totalitären, auf atheistisch-materialistische Ideologien verübten Massenmorde aus. Immerhin erkennt er aber an, dass die Verwirklichung der Menschenrechte in einem Staat positiv korreliere mit dem Anteil der Christen an dessen Bevölkerung. 
Was Sarrazin verkennt: Ein Europa, das sich immer schneller von seinen christlichen Wurzeln verabschiedet, begünstigt nicht nur durch eine Politik der unkontrollierten Masseneinwanderung die feindliche Übernahme durch den Islam, sondern auch durch das geistige Vakuum, das das Verdunsten des christlichen Glaubens hinterlässt. 
Gerhard Lenz
Weiterführende Literatur zum Thema:

Dienstag, 13. März 2018

Wurde Maria Magdalena von Kirchenmännern diffamiert?

In der Berliner Morgenpost vom 13. März 2018 wurde in der Filmkritik „Von wegen Sünderin: Maria Magdalena“ behauptet, diese biblische Frauenfigur sei über Jahrhunderte von Kirchenmännern diffamiert und stigmatisiert worden und in den Evangelien stände: „Frauen sind des Lebens nicht würdig.“ Das konnte meine Frau nicht so stehenlassen und schrieb folgenden Leserbrief:


Foto: Gerhard Lenz
Sind Frauen des Lebens nicht würdig?
Ganz offensichtlich hat sich bei der Recherche für diesen Beitrag über Maria Magdalena jemand die Mühe gemacht und in alten Texten gegraben. Diese belegen laut dem Artikel, dass in den Evangelien der Christen stände „Frauen sind des Lebens nicht würdig“. Ein provokanter Satz, sollte er wirklich zur Glaubenslehre gehören.
Dieses Zitat ist aber nicht den anerkannten vier Evangelien entnommen, sondern sogenannten apokryphen Schriften, die von den Christen nicht in den Kanon der glaubwürdigen Texte aufgenommen wurde, weil sie als unzuverlässig eingestuft wurden. Es widerspricht der Botschaft Jesu, der ja gerade die damals oft geringgeschätzten Frauen als gleichwertig behandelte und damit für viele zum Skandal wurde. 
Des Weiteren ist mir keine Bibelstelle bekannt, in der Jesus einer Sünderin die Füße wäscht. Zwar wäscht Jesus seinen Jüngern im Abendmahlssaal selber die Füße, doch ist in dem Vergleich mit Maria Magdalena wohl eher die Stelle aus dem Evangelium gemeint, in der eine Sünderin Jesus die Füße mit teurem Öl salbt. Dass Jesus diesen Liebesbeweis annimmt und sich dieser Sünderin erbarmend zuwendet, empörte viele.
Mit dem obengenannten Zitat ist diese Begebenheit jedoch unvereinbar. Schade, dass in dem Artikel solche irreführenden und falschen Zitate verarbeitet wurden, die die meisten Leser nicht als falsch erkennen werden.
Gerade in einer Zeit, in der selbst viele Christen die Bibel nicht so genau kennen, stiften solche journalistischen Fehler im Artikel unnötige Verwirrung, wenn nicht sogar Empörung über den Glauben der Christen und tragen dazu bei, Ressentiments gegenüber den Christen zu vertiefen.

Mit freundlichen Grüßen
Birgitta Lenz