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Montag, 20. November 2017

Den Sinn des Lebens suchen

Auf der Internetseite von GottinBerlin.de gibt es unter dem Menüpunkt „Erfahren“ den Unterpunkt „Webinar“. In solchem einem Internet-Seminar sprach kürzlich der Pfarrer und Buchautor Alexander Garth über den „Sinn des Lebens“ und die Zuschauer zu Hause an den PCs konnten ihre Fragen dazu stellen. Worum gehe es in unserem Leben, fragte Pfarrer Garth. Um Spaß, Kinder, Karriere, Gesundheit, Hobby?
Er erzählte von einer alten Dame, deren 14-jährige Enkelin aus dem Fenster im 5. Stock gesprungen war. Das Mädchen hinterließ einen Abschiedsbrief, in dem der Satz stand: »Ich sehe keinen Sinn im Leben!« Gott sei Dank überlebte sie den Sprung, aber wie ihr gehe es vielen Menschen, die an der gefühlten Sinnlosigkeit ihres Lebens zu zerbrechen drohen. 
Buchtitel von Pfarrer Garth
Pfarrer Garth wies auf den Wiener Psychiater Viktor Frankl hin, der in seiner Praxis in Los Angeles viele Schauspieler und Reiche kennengelernt hatte, die von einem abgrundtiefen Sinnlosigkeitsgefühl gepackt waren, das sie verzweifeln ließ. Er habe deshalb die Logotherapie entwickelt, eine Sinntherapie, die die religiöse Dimension des Menschen berücksichtige. Ohne Religion sei es sehr schwer, einen Sinn im Leben zu finden.
Wir seien Sinnwesen, die ein sinnvolles Leben führen möchten, meinte Pfarrer Garth. Das sei Teil unseres Betriebssystems. Die Sinnhaftigkeit unseres Lebens sei uns durch das neue „reduktionistische Menschenbild“ abhandengekommen. Es definiere den Menschen rein als ein biologisches Wesen. Man erkenne es an Redewendungen wie „Der Mensch ist nichts weiter als Materie, Stoffwechsel, als biochemische Aktivität“ usw. Wenn der Mensch nur eine Biomasse sei, so Pfarrer Garth, müssten ihn Arbeit, Essen und Sex völlig ausfüllen. Doch das stimme nicht. Es bleibe trotzdem eine innere Leere spürbar.
Sehnsüchte
Der Mensch habe aber drei Sehnsüchte in seinem Herzen, die ein Hinweis auf Gott seien.
1. Liebe. In jedem Menschen schlummert die Sehnsucht, geliebt zu werden. Wir sind geradezu unersättlich danach. 
2. Sinn. In unserem Herzen sei eine Sehnsucht vorhanden, den Sinn unseres Lebens zu entdecken. 
3. Ewigkeit. Wir sehnen uns nach Leben ohne Verfallsdatum. Gott habe die Ewigkeit in unser Herz hineingelegt. 
Doch viele Menschen glaubten an eine „endgültige Bedeutung des Lebens ebenso wenig wie an den Weihnachtsmann“. Da alles relativ sei, bastele sich jeder seinen persönlichen Lebenssinn aus Sinnfragmenten zusammen. 
Sinnfragmente
1. „Sinn meines Lebens ist mein Partner.“ Die Liebe zu einem Menschen sei enorm sinnstiftend, würde den anderen aber total überfordern. Wir erwarten oft vom Partner, was letztlich nur Gott uns geben könne. Daran würden viele Partnerschaften zerbrechen. Und was ist, wenn der geliebte Partner stirbt? Oder man keinen Partner habe? Sei dann das Leben sinnlos?
2. „Der Sinn meines Lebens sind meine Kinder.“ Was ist dann mit den Paaren, die ungewollt kinderlos sind? Oder wenn die Kinder aus dem Haus sind? Hier werde die Sinnfrage nur in die nächste Generation verschoben.
3. „Arbeit oder Karriere sind der Sinn meines Lebens.“ Solche Menschen würden dann im Alter in ein tiefes Loch fallen, weil sie sich über die Leistung definierten wie eine Maschine und sich jetzt überflüssig vorkämen. 
Den Lebenssinn müsse man selbst finden, meinte Pfr. Garth, und dazu brauche man Gott, weil wir nur durch den Glauben Antworten auf unsere drei Grundfragen bekommen: 
Woher komme ich?
Wir sind gewollt! Über unserem Leben stehe Gottes großes Ja: „Du bist gewollt! Ich liebe dich von deinem ersten Moment an! Du bist kein Zufallsprodukt!“ Das sei ein Minderwertigkeitskiller erster Güte. 
Wofür bin ich da? 
Der Sinn unseres Lebens ist uns gegeben, weil wir Geschöpfe Gottes sind. Mutter Teresa habe einmal gesagt: „Ich bin ein kleiner Bleistift in der Hand des Herrn!“ Gott habe Ideen für uns. Er möchte uns gebrauchen, dass es auf diesem Planeten ein wenig schöner, liebvoller, wärmer werde. Zu Pfr. Garth habe Gott einmal in einer Jugendfreizeit gesagt: Studiere Theologie und werde Pfarrer! Er selbst wäre nie auf die Idee gekommen, etwas zu studieren, wobei man drei alte Sprachen lernen müsse: Latein, Griechisch, Hebräisch, habe es aber dann mit Freude geschafft. Gott habe eine Idee, was wir aus unserem Leben machen können, weil er uns kennt und liebt. 
Wohin geht die Reise? 
Ohne Gott sei das Leben ein Tanz auf der Falltür des Nichts. Das sei unerträglich. Tief in unserem Herzen trügen wir eine Ahnung davon, dass es ein Leben ohne Verfallsdatum gebe. Unser Leben habe als Ziel nicht den Tod. Das letzte Ziel sei die Gemeinschaft mit Gott. Ohne Religion sei die Erde nur ein Massengrab, ein sinnloser Planet. Mit Gott bekäme das Leben eine Würde, weil es kein Verfallsdatum habe: „Das erschließe ich aus der Gesamtschau und dem Wissen, es gibt einen Gott, der mich mag und der mich bestimmt hat für einen Sinn, der nicht vergeht.“ 
Wer mehr zum Thema hören möchte, schaue sich das Video von Pfr. Garth an oder bestelle sich sein Büchlein „Wozu? Den Sinn des Lebens suchen “. Gibt es als E-Book schon für 3,99 €.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

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