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Montag, 13. Mai 2013

Wüstenzeiten im Glauben


Wer kennt es nicht, dass man solche Zeiten durchlebt, wo man an allem zweifelt? Sich Fragen stellt, wie z.B.: Gibt es Gott überhaupt? Hört mich Gott? Du scheinst mir so fern.
Es sind diese Zeiten, die uns manchmal verzweifeln und uns wundern lassen, dass wir überhaupt glauben. Irgendwie quält man sich in die Kirche oder rasselt sein Gebet herunter. Aber ich denke, auch wenn es so ist, ist es gut so, denn meiner Meinung ist es eine Prüfung, die wir ablegen. Bin ich nur ein Christ, wenn es mir gut geht, oder halte ich auch an meinem Glauben fest, wenn ich meine Zweifel habe?
Aber wir sind nicht die einzigen, die diese Zeiten durchmachen. Auch die Heiligen haben  solche Zeiten durchgemacht, in denen ihnen Gott fern schien. Zum Beispiel schreibt Mutter Teresa in einem ihrer Briefe: „Es gibt so viel Widersprüchlichkeit in meiner Seele, ein so tiefes Verlangen nach Gott, so tief, dass es weh tut; ein ständiges Leiden, und damit verbunden das Gefühl, nicht gewollt, ja zurückgestoßen zu sein von Gott – leer, ohne Glauben, ohne Liebe, ohne Eifer. Die Seelen üben keine Anziehungskraft aus. Der Himmel bedeutet nichts, er erscheint mir als leerer Ort“ (aus: Brian Koldiejchuk „Komm,sei mein Licht“).
Als ich las, dass sie sehr oft bzw. durchgängig solche Zeiten erlebt hatte, war ich geschockt. Ich konnte es nicht glauben. Vor allem von Mutter Teresa, hätte ich nie gedacht, dass sie solche Zeit durchlebt hat. Ich habe immer gedacht, gerade sie fühlte sich Gott immer nah. Wenn es mir richtig schlecht in dieser Richtung geht, denke ich an sie. Obwohl sie diese dunklen Zeiten in ihrem Glauben durchlebt hat, hat sie solch eine Liebe ausgestrahlt und war für die Menschen immer da.
Wenn wir uns mal wieder so fühlen, als wäre Gott uns fern, versuchen wir  trotzdem unsere Gebete zu verrichten! Heute habe ich einen ganz tollen Satz bei Facebook gelesen: „Bleibt beharrlich im Gebet!! Bleibt beharrlich, auch wenn das Gebet nutzlos scheint! Gebet ist immer fruchtbar!!!“ (Hl. Josefmaria).
Gott hört unsere Gebete, auch wenn es manchmal scheint, als wäre er nicht da. Er ist immer bei uns. Und denk daran: Es kommen bessere Zeiten. Und solltest du dennoch so verzweifelt sein und dich leer fühlen, dann kannst du zu einem Geistlichen gehen, dem du vertraust, oder ganz einfach: Du schreibst einem E-Mail-Partner von Gottinberlin.com. Vergiss nicht: Gott liebt dich und hört dir immer zu!
Nadine Lunecki

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