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Mittwoch, 15. Mai 2013

Ins Jenseits und zurück


Ein Bericht vom Leben nach dem Tode
Auf dem Büchermarkt häufen sich die Erfahrungsberichte von Menschen, die schon klinisch tot waren und von den Ärzten ins Leben zurückgeholt wurden (siehe unser gestriger Blog). Ich habe in meiner kath. Gemeinde eine Frau kennengelernt, die das auch erlebt hat und bat sie um einen kleinen Bericht.
Am 8. Juli ging ich zu meinem Hausarzt um mir Medikamente für eine bevorstehende Urlaubsreise zu holen. Mir ging es körperlich nicht besonders schlecht, obwohl ich schon drei Herzinfarkte hinter mir hatte.
Die Allegorie auf den Tod des Dauphins stellt dar, 
was ein Sterbender in einer Totenbett-Vision
 sehen könnte
Plötzlich, ohne jede Vorahnung, blieb mein Herz stehen. Ich sank im Wartezimmer meiner Nachbarin auf die Schulter. Der sofort gerufene Arzt soll mich ins Behandlungszimmer getragen haben. Mein Puls war weg, das Herz stand still. Klinisch tot, war die Diagnose.
Nun kommt das, was ich wahrnahm: Ich sah mich beim Arzt liegen, sah, wie er mich ganz erschrocken anschaute. Später sah ich noch Feuerwehrmänner über meinen Körper gebeugt. Dann verschwand auch das. Ich fühlte mich wunderbar leicht, hatte überhaupt keine Schmerzen mehr. Ich schwebte wie in einem schwerelosen Zustand in einem lichtblauen Raum, in dem es immer strahlender wurde, als wenn es der Sonne entgegenginge. Ich war glücklich.
Auf der Intensivstation des Krankenhauses setzte man – nach späterer Erzählung – sofort Spritzen und Herzmassagen ein. Letztere waren so stark, dass man mir zwei Rippen brach. Dann bekam ich einen Herzschrittmacher eingesetzt.
Ich fühlte von allem nichts, war nur glücklich. Dann soll mein Herz wieder angefangen haben zu arbeiten. Ich schlug die Augen auf und wusste gar nicht, was los war. Ich sah Ärzte und Schwestern um mich herumstehen und fragte, wo ich denn eigentlich sei.
Man sagte mir im Krankenhaus, mein Herz sei stehengeblieben. Ich war sehr, sehr traurig, dass ich nun doch wieder auf dieser armseligen Erde gelandet war. Jetzt lebe ich mit einem Herzschrittmacher so recht und schlecht.
Ich schreibe dies, um so manchem Zweifler zu sagen: Jawohl, nach dem Tode beginnt ein Weiterleben der Seele. Wer einmal das Todeserlebnis hinter sich hat, für den verliert der Tod seine Schrecken. Und vielleicht kann mein „Todeserlebnis“ dem einen oder anderen die Angst vor dem Sterben ein wenig nehmen. Die ewige Vereinigung mit Gott muss unendlich schön sein! Das Glücksgefühl lässt sich nicht in Worte kleiden, man kann es nur erleben.
Jetzt sind mehr als zwei Jahre vergangen, seit dem ich dem Leben wieder zurückgegeben wurde. Gott wusste sicher wozu. Ich glaube, ich kann so noch etwas für den Frieden in der Welt und für unsterbliche Seelen auch mit 77 Jahren beitragen. Es ist also doch nicht umsonst, einem alten Menschen zum Weiterleben verholfen zu haben.
Margarete Hasucha (für "Gott in Berlin")
Ohne ein Leben nach dem Sterben bleibt dieses Leben ein phantastisches Chaos, die Erde ein unbegreifliches Riesengrab und unser Geborensein ein Verbrechen, auf welches die Todesstrafe gesetzt ist. Verstanden werden kann das Leben nur im Licht der Ewigkeit.
Dr. Carl Ludwig Schleich, 1859-1922

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